Fünf Jahre Fatima – 100 Jahre Frauentag
„Erziehst du einen Mann, erziehst du einen Menschen – erziehst du
hingegen eine Frau, erziehst du ein ganzes Volk.“
Dieser bekannte und vielzitierte Ausspruch von Malcom X illustriert
sehr eindrücklich das Ziel und die Idee von einem halben Jahrzehnt
Fatima. Aus dem anfänglichen Experiment wurde ein Pilotprojekt, aus
dem Projekt schließlich eine Bewegung!
Heute, fünf Jahre später, hat sich der Stellenwert von Bildung und
Erziehung für uns Frauen nicht verändert: Bildung ist der Schlüssel
für Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstbestimmung.
Vor allem die muslimische Frau muss sich immer wieder Herausforderungen
stellen. Die einen meinen, sie sei unterdrückt, ungebildet und lebe
unter Zwängen – die anderen versuchen ihr genau dieses Joch aufzubinden.
Mit Fatima und weiteren Projekten der Jungen Musliminnen Österreich
wird der Öffentlichkeit bewusst gemacht, dass in jeder Frau, egal
welche Herkunft oder welchen religiösen Hintergrund sie hat, eine
besondere Persönlichkeit steckt. Der Gesellschaft wird gleichzeitig
ein Vorbild präsentiert: Junge Musliminnen, die sich über einengende
und sinnlose Grenzen hinwegsetzen und ihren Idealen treu bleiben.
Hundert Jahre Frauentag ist ein Jahrhundert Bewegung und Emanzipation
– und obgleich wir noch nicht am Ziel angekommen sind, muss festgestellt
werden, dass in den letzten Jahren viele Meilensteine gesetzt wurden
– auf den unterschiedlichsten Ebenen des weiblichen Lebens. Jetzt
heißt es für uns Frauen jeden Alters, den ethnischen Hintergrundes
und jeder religiösen Zugehörigkeit: Wenn wir Freiheit, Gleichheit
und Gerechtigkeit wollen, dann müssen wir sie uns holen - und zwar
gemeinsam! Denn alleine wird keine Gruppierung umfassende Rechte erlangen
können.

